Unsre Zeit
Siegeslieder hört′ ich singen In den Gauen weit und breit; Unsers Volkes Ruhm erklingen In dem Spiel der Eitelkeit. Haltet ein, betörte Lieder! Gottes Flammen leuchten wieder In das dunkle Meer der Zeit. Sind die Dolche denn Befreier, Selbst der eignen bangen Brust? Werdet frei erst, wahrhaft freier, Innen Gottes…
Weiterlesen Der Wassermann und der Bauer
Einmal lebte er in guter Nachbarschaft mit einem Bauer, der unweit des Sees wohnte, besuchte ihn manchmal und bat endlich, daß der Bauer ihn ebenfalls unten in seinem Gehäus besuchen möchte. Der Bauer tat’s und ging mit. Da war unten im Wasser alles wie in einem prächtigen Palast auf Erden,…
Weiterlesen Das Glück
Selig, welchen die Götter, die gnädigen, vor der Geburt schon Liebten, welchen als Kind Venus im Arme gewiegt, Welchem Phöbus die Augen, die Lippen Hermes gelöset, Und das Siegel der Macht Zeus auf die Stirne gedrückt! Ein erhabenes Los, ein göttliches, ist ihm gefallen, Schon vor des Kampfes Beginn sind…
Weiterlesen Der Traum
Ein seltner Traum hielt magisch mich umfangen Und zauberte mir Wunderbilder vor. Des Haines Wipfel rauschten, und es drangen Die Sterne golden durch der Wolken Flor. Das Meer war still, und in den weiten Fluthen Verlohren sich der Abendröthe Gluthen. Ich wandelte allein am öden Strande, Und tief im Busen…
Weiterlesen Sommerbild
Ich sah des Sommers letzte Rose stehn, Sie war, als ob sie bluten könne, rot; Da sprach ich schauernd im Vorübergehen: „So weit im Leben, ist zu nah am Tod!“ Es regte sich kein Hauch am heißen Tag, Nur leise strich ein weißer Schmetterling; Doch, ob auch kaum die Luft…
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